Geht es mir eigentlich wirklich so schlecht, wie ich glaube? Jedes Mal dasselbe; habe ich mich endlich überwunden um Hilfe zu bitten, ist das alles auf einmal wie weggeblasen. Mich beschleicht dann immer das Gefühl, als ob genau ab diesem Moment an das alles vorbei ist und ich keine Hilfe mehr brauche.
Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich darüber nachdenken muss, ob es mir gut geht, dass eben dies nicht vorliegt.
Mir geht's nicht gut. Ich verdränge es wahrscheinlich nur gerade hervorragend bzw. bekomme Zweifel, da es mir schon schwer fällt um Hilfe zu bitten, aber um wieviel schwerer fällt es mir eben diese Hilfe anzunehmen. Ich glaube, das ist der Punkt. Solange ich noch auf die Antwort warte, ob mir die Hilfe gewährt wird oder nicht, geht es mir nach wie vor schlecht und ich weiß, dass ich sie brauche.
Sobald ich jedoch die Antwort erhalte, die besagt, dass die Bereitschaft mir zu helfen da ist, zieh ich mich zurück und rede mir ein, dass es mir besser geht, von einer Minute zur anderen und ich die Hilfe nicht mehr brauche.

Ich muss immer stark sein. Schwäche kann ich nicht oder nur selten zeigen. Und schon gar nicht diese Art von Schwäche. Es macht mir so große Angst, dass ich flüchten will. Ich bereue es um Hilfe gebeten zu haben. Die Konsequenzen machen mir Angst. Ich kann nicht reden. Was hätte ich denn auch zu sagen?
Dann müsste ich Gründe finden. Gründe, die zwar existieren, aber nur in meiner Seele. Gründe, die ich mir gegenüber schon nicht in Gedanken fassen kann... wie soll ich diese dann für andere Menschen in Worte fassen?

Ich will dir schreiben. Ich will dir darauf antworten. Ich müsste es tun. Aber ich kann es nicht. Jedes Mal, wenn ich es mir vornehme und schon anfange zu tippen, verlier ich die Kraft und letztendlich klapp ich mein Handy wieder zu. Ich hab das schon drei Mal gemacht.

Ich kann einfach nicht.
6.5.09 11:58
 


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Enna (6.5.09 12:08)
Liebste Frederike.Musst du denn mit ihm reden?Oder besser:WILLST du mit ihm reden? Denkst du, er würde dein schweigen nicht verstehen? oder glaubst du, er hegt erwartungen an das, was du sagen KÖNNTEST? würde er vielleicht ein Hauch von dem erfühlen, was in dir vorgeht, indem ihr eure Seelen begegnen lasst?
ich denke an dich.
und wenn ich könnte, würde ich aus deinem unglück einen papierflieger basteln und dir ein glas wolkenlosigkeit schenken...
liebe.

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